So fing es an am 03.12.2009: Wahrscheinlich haben Sie Krebs. Am 06.01.2010 die Gewissheit, am 29.01.2010 die Totalentfernung des Kehlkopfes und einiger Teile der Schilddrüse. Wir hatten keine Zeit, uns auf dieses gravierende Ereignis einzustellen und hatten damals noch keinerlei Vortsellungen, was das bedeuten würde, denn von der Diagnose bis zur Operation vergingen nur drei Wochen.
So ist der Vorgang: http://www.operation.de/laryngektomie-komplette-kehlkopfentfernung-operation/
Um Ihnen die Folgen der Krankheit näher zu bringen, finden Sie hier den Link zum Bundesverband:
http://www.kehlkopfoperiert-bv.de./
In diesem wiederum sind meine Frau und ich im Landesverband Thüringen und dort in der Selbsthilfegruppe Gera organisiert.
Mein Krankheitsverlauf ist deshalb so kompliziert, weil ich in diese Tumorerkrankung mit einer schon bestehenden COPD geriet. Zur COPD hier: http://www.copd-aktuell.de/public/copd/was-ist-copd.htm
Meine Nase hat nach der OP ihre Funktion verloren. Ich habe nur noch das "Loch" im Hals und darauf eine sogenannte feuchte Nase (Feucht-Wärme-Austauscher) zum Atmen und evtl. zum Riechen, wenn das gelingt. Der Geschmack hat sich genauso verflüchtigt wie die Fähigkeit des Sprechens.
Ich laboriere auch noch an den Folgen der wirklich extremen Strahlentherapie nach der OP herum. So erlitt ich eine hochgradige Osteoporose, die sich in den letzten Monaten durch spontane Wirbelfrakturen bemerkbar machte.
Hier weiterführende Informationen: http://www.osteoporose.org/osteoporose.php
Jetzt habe ich erstmals mit Hilfe meiner Frau überhaupt den Mut und den Wunsch, das auch so auszusprechen. Meine Frau hat auch meinen größten Wunsch erfüllt und "Die Barbarossiade" Ende 2011 herausgegeben. Sie hat für mich Unglaubliches geleistet.
Wir blicken in die Zukunft mit der Devise: Akzeptiere die Diagnose (du kannst es nicht mehr rückgängig machen), aber niemals die Prognose (verliere nie den Mut).
Und so schauen wir, ob und wie ich in diesem neuen Leben eine andere, neue Lebensqualität erreichen kann.
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